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Ohne Kohle und Atom - geht uns der Strom aus? | Harald Lesch von Terra X Lesch & Co   8 months ago

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Deutschland steigt gleichzeitig aus der Kohle und aus der Atomkraft aus. Wie soll das gehen? Müssen wir den Strom dann von den Atomkraftwerken unserer Nachbarländer kaufen? Oder kann Deutschland sich auch mit alternativen Energiequellen versorgen? Lassen wir einmal politische und finanzielle Probleme beiseite und auch den nötigen Netzausbau. Und betrachten wir nur, was rein physikalisch in unserem Land mit heutiger Technologie möglich ist. Strom nur mit Sonne, Wasser und Wind – das halten viele für eine unerreichbare Utopie. Doch wenn man das nachrechnet, erlebt man gleich zwei Überraschungen: Der aktuelle Strombedarf ist rein physikalisch keine Herausforderung. Aber wehe, wenn wir den gesamten Primärenergiebedarf betrachten…


Zusätzliche Informationen und Links:

Aktuell ca. 600 Mrd kWh pro Jahr in Deutschland Brutto-Stromverbrauch: https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf_an_elektrischer_Energie

Bei heute 40% Ökostrom fehlen uns also noch 60%, das sind 360 Mrd kWh: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Oekostromrekord-Anteil-erneuerbarer-Energien-erstmals-ueber-40-Prozent-4264836.html

Nutzbare Dach- und Wandfläche in Deutschland: http://archive.md/20130212043841/http://www.solarserver.de/news/news-7381.html#selection-337.240-337.302
Laut Ecofys bieten sich in Deutschland 2.300 km2 Dach- und Fassadenflächen an, um mit Photovoltaik belegt zu werden. Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung auf einem Quadratmeter pro Jahr in Deutschland ist ca. 1000 kWh. Eine moderne Solarzelle nimmt das mit einem Wirkungsgrad von 19% auf, macht 190 kWh pro Quadratmeter. Das beschert uns ungefähr 440 Mrd kWh (wovon man die bereits installierte Basis an 40 Mrd kWh abziehen muss). Das Fraunhofer Institut macht eine ähnliche Rechnung auf, allerdings ohne Fassadenflächen und kommt auf etwa 320 Mrd kWh.

Forstwirtschaft: Auf einem Hektar Wald wachsen in Deutschland durchschnittlich 12 sogenannte Festmeter an Holz pro Jahr mit einem Brennwert von ca. 30.000 kWh
(Wikipedia schreibt von 11qm / ha: https://de.wikipedia.org/wiki/Zuwachs_(Forstwirtschaft) – wir haben uns auf die Zahlen im Holler/Gaukel-Buch gestützt)
Deutschland hat mehr als 11 Mio Hektar Wald. In Gedanken bewirtschaften wir die Hälfte davon für die Energiegewinnung, der Rest darf für Möbel o.ä. genutzt werden bzw. unter Naturschutz stehen.
Wir ernten also den Zuwachs aus der Hälfte der deutschen Wälder und lassen ihn trocknen, so erhalten wir über den Brennwert ca 165 Mrd kWh:
12 m3 Frischholz = (Hälfte Nadelholz, Hälfte Laubholz) 7150 kg luftgetrocknetes Holz / Hektar / Jahr
Heizwert 1 kg lufttrockenes Holz = 4,0 – 4,4 kWh = 4,2 kWh (pro Jahr) è 7150*4,2 kWh pro Hektar und Jahr = 30.030 kWh
è 5,5 Mio * 30.030 kWh halb BRD pro Jahr = 165.165.000.000 kWh = 165 Mrd kWh

Biogasanlagen: Wenn man mit Nutzpflanzen wie Mais 0,5 Watt pro Quadratmeter Acker in Biogasanlagen erreichen kann, dann schätzen wir für die unverwertbaren Reste 0,1 Watt pro Quadratmeter. Bei 118.000 km2 Ackerland sind das etwa 100 Mrd kWh pro Jahr.

Primärenergiebedarf: 13.525 Petajoule = 3,76 *10^12 kWh ergibt 3760 Mrd kWh

Beispielrechnung des Primärenergiebedarfs von ganz Deutschland: Siehe Holler/Gaukel „Erneuerbare Energien ohne heisse Luft“ – als kostenloses eBook erhältlich


Dieses Video ist eine Produktion des ZDF, in Zusammenarbeit mit objektiv media.

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