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Miami - Schön und reich in Florida [Dokumentation deutsch] von Der Millionaer   2 years ago

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Miami Beach - Allein im mondänen Stadtteil South Beach im Süden des schmalen Inselstreifens gegenüber der Millionenstadt Miami stehen mehr als 400 Gebäude im Stil des Art déco. South Beach ist damit das größte zusammenhängende Stadtviertel der Welt, das von dieser eleganten Stilrichtung der zwanziger und dreißiger Jahre geprägt wird.

Hotels, Apartmenthäuser und Geschäftsbauten mit modernistischen weißen und pastellfarbenen Fassaden säumen den touristischen Ocean Drive am Atlantik. Sie sind oft hellgrün, puderblau oder lachsfarben abgesetzt und nehmen damit die Farben des Meeres und des Himmels auf.

Das Art-déco-Viertel von Miami Beach hat eine wechselvolle Geschichte und ein großartiges Comeback im vergangenen Jahrzehnt hinter sich. Die meisten Bauten stammen aus den Dreißigern, als pro Jahr hundert neue Hotels und Resorts in South Beach entstanden. Sie

zielten auf die immer größer werdende Mittelklasse aus den nördlicheren Großstädten der USA.

Die Architekten hatten den Auftrag, fortschrittliche industrialisierte Bautechniken mit modernem Design zu verbinden. Sie nahmen die Stromlinien des klassischen Art déco auf und ergänzten sie um die maritimen Formen des tropischen Südflorida: Fassaden, die wie Meereswellen gegliedert sind, Balkone, die an Schiffsdecks erinnern, Fenster in Bullaugenform, stilisierte Palmen, Pelikane und Papageien. Helle Fassaden, lichte Räume und dynamische Strukturen sollten dem Trübsinn der wirtschaftlichen Depression entgegenwirken.

Der Ort begann, mit den Traumstädten an der Westküste Amerikas zu konkurrieren und wurde zu einem Anziehungspunkt für Regisseure und Kameraleute aus Hollywood. Sie entdeckten das besondere Licht und unverbrauchte Gesichter im Süden Floridas. Und nirgendwo konnten Ginger Rogers und Fred Astaire passender in die Nächte tanzen als auf der Dachterrasse eines Art-déco-Hotels unter dem tropischen Sternenhimmel von Miami Beach.

Doch die Zeit des Aufbruchs endete für den Badeort jäh mit dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. 1941 waren die meisten Touristen verschwunden. In vielen Hotels wurden Soldaten einquartiert.

Nach dem Krieg sank Miami Beach zu einem bevorzugten Quartier für arme Einwanderer aus Lateinamerika ab. Viele Hotels verloren ihre strahlenden Fassaden und wurden in einem trüben Braunton gestrichen.

Das Art-déco-Viertel erlitt in dieser Zeit schwere Verluste. Großartige Gebäude standen leer und verfielen. Allein purer Geldmangel verhinderte oft den Abriss - und half damit auf fast ironische Weise, die Bauwerke zu retten. Erst 1979 gelang es einer Gruppe engagierter Bürger, Architekten und Politiker, eine Quadratmeile des Viertels in das US-Register historisch wertvoller Plätze aufnehmen zu lassen.

Doch erst ein Erlass der Stadt bietet seit 1986 wirklichen Schutz. Seither muss ein Hausbesitzer mit seinen Abrissplänen sechs Monate warten. Gelingt es der Denkmalschutzbehörde in dieser Zeit, einen Investor für die Restaurierung zu gewinnen, erhält dieser den Zuschlag.

Aber diese Notbremse ist immer seltener erforderlich. Seit Ende der achtziger Jahre erlebt Miami Beach eine wahre Renaissance. Selbst neue luxuriöse Apartmenthäuser folgen dem alten Stil. Die Bars und Restaurants am Ocean Drive gehören inzwischen zu den angesagtesten der ganzen Region und sind Anziehungspunkt für eine junge Schickeria, die selbst zum Schauobjekt der Touristen wird.

Jeden Abend beginnt eine neue Fiesta, deren Rhythmus Jazz- und Latinobands auf den Terrassen der Restaurants und Hotels bestimmen. Eine nicht abreißende Schlange von Cabrios, Oldtimer-Straßenkreuzern und schweren Motorrädern dröhnt derweil über die Promenade.

Auf guten Schlaf hoffende Reisende sollten sich lieber eine Bleibe etwas nördlicher an der Collins Avenue suchen. Dort sind auch oft Fotografen, Werbefilmer und Models anzutreffen. Sie nutzen Strand und herausgeputzte Art-déco-Gefilde gern als Kulisse für Aufnahmen in den frühen Morgenstunden. Dann strahlen die lichten Fassaden kühl in den ersten Sonnenstrahlen, und Flamingos posieren, als seien sie in die Szenerie hinein gemalt.



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